Frische Bio Radischen

Neues aus dem Garten

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ei uns kann man den Start in die Saison jetzt gut in unseren Gewächshäusern sehen, wir nutzen sie zum Großteil für die Anzucht unsere eigenen Jungpflanzen und für die letzte Vorkeimphase bei den Pflanzkartoffeln. Da wir sie nur sehr bedingt, im Notfall, heizen können, ist es bei uns auch immer etwas später, aber wenn die Sonne scheint, herrscht in den Häusern ein Wohlfühlklima für die "Pflanzenkinder".

Topinambur Ernte

Topinambur (Erdbirne, Indianerknolle oder Jerusalem - Artischocke)

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on Anfang November bis Ende März ist bei uns "Topi" Saison. Seit 25 Jahren pflanzen wir  das vielseitige Wintergemüse an. Eine Delikatesse die roh, gekocht, gebraten und gebacken genossen werden kann. Und in den letzen Jahren immer beliebter wird.

Was gibt's frisches

 

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un hat der Sommer sich doch noch entschlossen seiner Aufgabe gerecht zu werden. Es wird auch Zeit, immerhin ist schon August. Schon das ganze Jahr haben wir mit der wechselhaften Witterung zu tun. Der Boden, mit seinen unzähligen Kleinstlebewesen, braucht immer eine gute Feuchtigkeit und Wärme, sonst können diese wichtigen Helfer nicht arbeiten und unseren Kulturpflanzen keine Nährstoffe zur Verfügung stellen. Dann ist es das Wachstum zögerlich . Es war  deutlich zu sehen, wie schwierig es für die Jungpflanzen war so richtig Fuß zu fassen und los zu wachsen. Jetzt sieht es deutlich besser aus, der Garten ist fast komplett belegt, und wir können, wenn auch sehr spät, endlich gut ernten. Das Gemüse sieht gut aus. Bei dem Gemüse was in den Vormonaten mit einer Mulchschicht abgedeckt worden ist, kann man eine Nährstoff Nachlieferung aus dem Mulchmaterial erkennen. Der Boden unter der Mulchschicht bleibt viel länger feucht und ist deutlich belebter. Die Mulchschicht hält das Unkraut nur bedingt zurück und wir müssen noch etwas nacharbeiten. Dort, wo nichts gemulcht ist, ist das Unkraut allerdings eine ständige Herausforderung, da müssen wir jetzt die Kräfte bündeln, die Hacke in die Hand nehmen, und los geht´s.

HirschhornwegerichUnser Garten ist ja immer recht bunt, viele verschiedene Kulturen reihen sich aneinander, damit Ihre Gemüsekisten auch bunt und abwechslungsreich sind. Manchmal probieren wir auch mal was neues und bauen eine Kultur an die wir noch nicht hatten. Seit kurzem ernten wir Hirschhornwegerich. Der botanische Name lautet Plantago coronopus. Er ist auch bekannt als Krähenfuß Wegerich, und ist eine rosettenförmige Pflanze mit langen, schmalen und gezahnten Blättern. Sie ist reich an Vitamin A und C und liefert diverse Mineralsalze. Der Hirschhornwegerich hat einen leicht nussigen Geschmack. Die Pflanze wächst ursprünglich in den europäischen Küstenregionen auf Salzwiesen. Der Hirschhornwegerich kann wie Rucola verwendet werden, als Salat, in Gemüsepfannen, in Kräuterdips oder eingebacken in Pfannkuchen.

eigene Tomaten  Endlich gibt es wieder die leckeren Tomaten aus unserem Garten. Auch wenn der Sommer spät ist, kündigen sich schon der ersten herbstlichen Gemüse an, die noch zartgelben Kürbisse kann man bereits im Kürbislaubmeer erkennen. Es blüht dort aber auch noch eifrig. Der Porree wächst gut und die Kartoffeln Laura und Belana können wir nun auch aus frischer Ernte anbieten.

 

Ihre Biogärtner

Hedda und Jörg Emmert

Der Garten im Juni 2015

Bis jetzt ist das Wetter nicht besonders Gemüsefreundlich. Die Kälte im Frühjahr und ausbleibenden Niederschläge waren nicht sehr förderlich für das Gemüsewachstum. Wir hatten mitte Juni sogar noch einmal leichten Nachtfrost und einige Kürbisblätter sind erfroren. Wir haben immer wieder festgestellt, dass sich bei einem kaltem Frühjahr sich viele Käfer sehr zögerlich entwickeln. Die Kartoffeln freut es, da so gut wie keine Kartoffelkäfer zu finden sind. Da sich aber auch kaum Marienkäfer und Schwebfliegen vermehren konnten sind in diesem Jahr die Läuse ein Problem wie wir es so noch nie erlebt haben. Trotz zweimaliger Spritzung mit Kaliseife mussten wir in diesem Jahr die Dicken Bohnen umbrechen. Wir werden aber noch einmal welche säen und hoffen das es im Herbst noch eine kleine Ernte gibt.

Das Mulchen im Freiland stellt sich als schwieriger heraus als erst gedacht. Es muss eine gleichmäsige und genügend dicke  Schicht des Grünschnitt auf den Boden aufgebracht werden. Die kleinen Gemüsepflanzen dürfen dabei natürlich nicht verschüttet werden. Das abmähen mit unserem Feldhächsler geht auch bei einer Wuchshöhe der Gründüngung bis 1,80m noch vergleichsweise gut, wenn auch langsam.

wickroggen haechselnTeilweise haben wir noch etwas Mulch nachträglich aufbringen müssen. An Stellen wo das Unkraut trotzdem durchkommt versuchen wir mit der Motorsense dem Unkraut beizukommen da das Hacken duch die Mulchschicht so gut wie unmöglich ist.

tomaten mulch

Im Gewächshaus bewährt sich die Schicht aus gehächseltem Grünschnitt sehr gut. Die Tomaten wachsen kräftig und schnell. Das Unkraut ist kein Problem mehr.

 

Ihre Biogärtner

 

Hedda und Jörg Emmert

 

Was war im Mai 2015

Erdbeeren Erntebeginn

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nsere Erdbeeren haben sich in diesem Jahr wieder prächtig entwickelt. Wir haben etwas mehr angebaut, so können wir auch  welche in die Obst-Sortimente nehmen. Wie im letzten Jahr stehen die Töpfe jetzt zur Ernte auf Stellagen, was das Pflücken erheblich vereinfacht. Durch den luftigen Standort bleiben die Früchte sauber und gesund. Über Winter und im Frühjahr stehen die Pflanzen im schützendem Gewächshaus.

 

Wir bauen für unsere Gründüngung verschiedene Planzenmischungen an. Einen großen Anteil macht der Wickroggen aus, der nach der Kartoffelernte des letzten Jahres gesät wurde und der über Winter den Gartenboden schön bewachsen gehalten hat. Dieses mal haben wir außer Roggen und Winterwicken auch Wintererbsen und Inkarnatklee in der Mischung. Durch die Mischungspartner wird der Boden optimal durchwurzelt und die Leguminosen (Wicken, Erbsen und Inkarnatklee) sammeln mit Hilfe von Bakterien Stickstoff aus der Luft, der das nachfolgende Gemüse bestens versorgt.

Wick-RoggenDen Aufwuchs verwenden wir als Mulchmaterial in unseren Gewächshäusern. Das hat uns im letzten Jahr sehr gut gefallen. In diesem Jahr wollen wir auch einige Gemüse Sorten im Freiland, wie Rosenkohl Zucchini und Kürbis mulchen. Die Mulchschicht hält den Boden feucht und bietet dem Bodenleben Nahrung und unterdrückt hoffentlich auch etwas das Unkraut. Wir sind sehr gespannt wie sich die Mulch-Methode im Freiland bewährt.

Kartoffeln im Mai

Die Kartoffeln sehen sehr schön aus. Auch hier spielt die Gründüngung, welche Anfang August letzen Jahres gesät wurde, ihre Vorteile voll aus. Der Boden ist locker und es finden sich immer noch Reste von den Lupinen und Sonnenblumen, die bis in den Dezember letzen Jahres das Feld belebt haben und jetzt Regenwurm & Co Nahrung bieten. Durch die Vorkeimung des Kartoffel Pflanzgutes wächst bei uns auch ohne chemische Hilfsmittel ein schöner und einheitlicher Bestand heran.

Wir sind ja letztes Jahr mit einem traumhaftem Frühjahr gesegnet worden. In diesem Jahr sieht es wettertechnisch nicht so toll aus. Es fehlt einfach an Wärme und Feuchtigkeit. Wir hoffen, dass der Juni die Wende bringt.

 

Ihre Biogärtner

 

Hedda und Jörg Emmert

Frühlingsvorboten!

erdbeer rhababer

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angsam wird es frühlingshaft!  Der Boden im Garten ist bearbeitet und erwärmt sich sodass wir unsere Kartoffeln und den Topinambur pflanzen können. Zucker Erbsen, Dicke Bohnen, Radieschen und Spinat sind dann auch an der Reihe. Die überwinternde Gründüngung, eine Mischung aus Winter-Wicke, Winter-Erbse und Roggen,  entwickelt sich erst jetzt so richtig gut. Die Nächte waren einfach noch sehr lange recht kalt.

Ganz anders sieht es im Gewächshaus aus. Die ersten Aussaaten, wie Mangold und Salate sind gekeimt. Zwiebeln aller Arten (Gemüsezwiebel, Küchenzwiebel in rot und gelb, sowie Lauchzwiebel), Porree, Rosenkohl, Rucola und Petersilie sind gesät. Gurken, Tomaten, Zucchini und Zuckermais sind demnächst dran. Der Schnittsalat muss ebenfalls in Kürze gepflanzt werden. Es ist eine Freude sich die vorgezogenen Erdbeeren und den Rhabarber im Gewächshaus anzuschauen. Die ersten Erdbeeren blühen bereits und den Rhabarber können wir schon beernten.

An den Gewächshäusern sind noch Reparaturen zu tätigen. Die letzten Stürme haben auch bei uns leichten Schaden verursacht. Ein paar neue Türen waren aber ohnehin mal wieder fällig.

So gibt es immer etwas zu tun und wir freuen uns zum Feierabend über das, was wir wieder alles geschafft haben.

 

Mit besten Wünschen verbleiben Ihre Biogärtner


Hedda und Jörg Emmert

Tomaten ernten

Tomaten

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nsere Tomaten haben sich in diesem Jahr wieder prächtig entwickelt. Wir haben, wie auch bei den Schlangengurken, eine Mulchschicht aus silierten Futtererbsen ausgebracht und sind sehr zufrieden damit.


Vorteile des mulchens mit siliertem Futtererbsenschnitt:

  • geringerer Giesswasser Bedarf
  • keine weitere Düngung erforderlich
  • schnell trocknende Oberfläche des Mulchmaterials und damit gesündere Pflanzen
  • deutlich lockerer und belebter Boden unter der Mulchschicht

Nachteil des mulchens mit siliertem Futtererbsenschnitt:

  • Mäuse und Wühlmäuse fühlen sich unter dem Schutz der Mulchschicht sehr wohl und es ist nicht so leicht deren Gänge aufzuspüren und Fallen aufzustellen.

 

Wir verwenden die Tomatensorte "Devotion". Sie gefällt uns mit ihrer Ausgewogenheit von Süsse und Fruchtsäure geschmacklich am besten.

 

Mit besten Wünschen verbleiben Ihre Biogärtner

 

Hedda und Jörg Emmert

Kartoffelernte

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ie Kartoffelernte ist beendet. Mit dem Ertrag und der Qualität sind wir sehr zufrieden. Die extreme Trockenheit machte das roden etwas schwieriger, weil die Erde schnell ausgesiebt wurde und die Kartoffeln ohne "Puffer" teilweise vorn von der Siebkette wieder herunter rollten. Außerdem waren die Erdklumpen durch die Trockenheit so fest, dass sie schwer kaputt brachen und wir viel von Hand aussortieren mussten.
Aber sehen Sie selbst.

Auch in diesem Jahr haben wir die Sorten:

  • Finka         gelbfleischig                       vorw. festkochend
  • Laura        rotschalig, gelbfleischig    vorw. festkochend
  • Belana      gelbfleischig                        festkochend 

Geschmacklich sind alle Sorten sehr zu empfehlen. Probieren Sie selbst.

Mit besten Wünschen verbleiben Ihre Biogärtner


Hedda und Jörg Emmert

Der Sommer kann kommen!

dicke bohne ernte

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achdem wir schon im April und Mai mit viel Sonne und hohen Temperaturen verwöhnt worden sind, lässt der Sommer jetzt auf sich warten.
Die kühlen Temperaturen haben auch ein gutes. Sie erlauben uns die Ernte von Salat, Spinat, Radischen & Co von den frühen Morgenstunden in den Vormittag zu verlegen. Wärmebedürftige Gemüse wie Kürbis, Schmorgurken und Zuckermais frösteln zwar etwas, wachsen aber wegen der üppigen Gründüngung (Wick-Roggen), die sich als Vorkultur sehr bewährt hat, ganz gut.
Gurken und Tomaten wachsen in den warmen Folientunneln sehr gut. Wir haben Sie dieses Jahr mit siliertem Futtererbsenkraut  gemulcht und sind bis jetzt begeistert von dem Effekt. Durch die 5 bis 10 cm dicke Mulchschicht wächst nahezu kein Unkraut. Durch die Bedeckung des Bodens verdunstet weniger Wasser und wir brauchen viel weniger gießen. Durch das eiweißreiche Erbsenkraut, welches schon durch die Milchsäurebakterien in den Silageballen vorverdaut wurde, werden Nährstoffe frei, so das man jeden Tag einen erkennbaren Wachstumsschub feststellen kann.

gurken mulch

Die Dicken Bohnen und Zuckererbsen tragen hervorragend und sind dieses Jahr vollkommen Laus-frei. Die Rote Beete entwickeln sich sehr gut und wir können hier besonders die Wirkung der Lupinen, die als Gründüngung im Herbst letzten Jahres auf einem Teil der Fläche gewachsen ist, beobachten.  Die späten Erdbeeren sind dieses Jahr etwas kleiner ausgefallen, was dem Aroma aber nicht schadet. Die Kartoffeln entwickeln sich auch sehr viel versprechend. Kartoffelkäfer und deren Larven treten nur vereinzelnd auf. Einige haben wir vor der Eiablage absammeln können. Die restlichen schaden dem gut wachsendem Kraut kaum.
Die Weißstörche, welche seit diesem Jahr bei uns auf dem Hof ihr Nest bezogen haben, versorgen ihre zwei Jungstörche sehr liebevoll. Beide Alttiere wechseln sich beim brüten, wacheschieben und der Nahrungsbeschaffung ab und begrüßen sich beim "Schichtwechsel" mit lautem Schnabelklappern. Aus unserem Küchenfenster können wir das Geschehen rund um das Nest gut beobachten.
Im Großen und Ganzen sind wir mit dem bisherigem Verlauf der Saison sehr zufrieden und hoffen, dass es so weitergeht.


Mit besten Wünschen verbleiben Ihre Biogärtner

Hedda und Jörg Emmert

Der Frühling ist da!

dickebohne

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nd was für einer! Viele Sonnenstunden haben schon im April einen Vorgeschmack auf den Sommer aufkommen lassen.
Die Anzucht der Jungpflanzen machte sich hervorragend, nur in den kalten Nächten haben wir einen 2. Tunnel über die empfindlichen Pflänzchen gezogen. Der relativ kühle und feuchte Mai war sehr gut für den Bodenwasser Haushalt, gerade weil es im letzen Winter verhältnismäßig trocken war. Unsere überwinternde Gründüngung (Winterwicken und Roggen) hat sich bis Ende April auf ein stattlichen Bestand von über einem Meter Höhe entwickelt. Jetzt ist die Pflanzenmasse gemulcht und eingearbeitet und wir haben schon Zwiebeln, Zuckermais Kürbisse und Mangold auf dieser Fläche gepflanzt.
Im Anschluss werden Porree und Sellerie sowie weitere Salat und Zuckermais Sätze folgen. Eine zweite Gründüngung  (Sommerwicken, Buchweizen und Sonnenblumen) ist gesät und bereitet den Boden für die späten Gemüsesorten und die Kartoffeln im kommendem Jahr vor. Die diesjährigen Kartoffeln kommen sehr kräftig und einheitlich aus der Erde und werden bestimmt einen schönen Bestand geben. Die dicken Bohne stehen in voller Blüte und ihr süßer, betörender Geruch lockt zahlreiche Insekten wie Hummeln, Bienen und Feldwespen sowie verschiedene Fliegen und Käfer an.
Die Zuckererbsen blühen ebenfalls. Allerdings sind sie, genau wie unsere ersten Freiland Salatsätze, eine bevorzugte Speise von den Feldhasen. An manchen Tagen kann man bis zu sieben Langohren auf unserem Feld beobachten. Und es nicht so leicht sie zu vertreiben!
Auch Weissstörche (brüten seit diesem Jahr bei uns auf dem Hof) Rebhühner, Kraniche und Rotmilane kommen regelmäßig vorbei und schauen was es leckeres bei uns gibt. Viele Feldlerchen, Bach- und Schafstelzen, Rauchschwalben, Amseln, Meisen, Hausrotschwänze, Stare und Rabenkrähen finden jedes Jahr geeignete Brutmöglichkeiten in unserem Garten. Es ist schon eine Freude zu sehen wie viel Leben sich bei uns entwickelt.
Die ersten Erdbeeren sind reif und nach getaner Arbeit belohnen wir uns mit einigen diese kleinen Köstlichkeiten. Das Frühgemüse aus den Folientunneln ist geerntet und macht platz für Gurken und Tomaten.


Mit besten Wünschen verbleiben Ihre Biogärtner


Hedda und Jörg Emmert